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René Pape als Sarastro: Mozarts „Die Zauberflöte“ kehrt an die Berliner Staatsoper zurück
Ende November nimmt die Staatsoper Unter den Linden Mozarts Die Zauberflöte wieder in den Spielplan auf. In der Inszenierung von August Everding übernimmt René Pape die Partie des Sarastro. Siyabonga Maqungo singt Tamino, Evelin Novak die Pamina und Maria Kokareva die Königin der Nacht. Die musikalische Leitung liegt bei Tim Fluch.
© Monika RittershausMainz/Berlin - Mit René Pape als Sarastro kehrt einer der profiliertesten deutschen Bassisten in eine zentrale Partie seines Repertoires zurück: Am 29. November 2026 nimmt die Staatsoper Unter den Linden Wolfgang Amadeus Mozarts Die Zauberflöte wieder auf. Die Inszenierung von August Everding prägt seit Jahren das Berliner Repertoire. Ihre Bühnenarchitektur orientiert sich an Entwürfen Karl Friedrich Schinkels und verbindet das Werk mit einer klassizistisch geprägten Theaterästhetik.
Im Zentrum steht Prinz Tamino, der sich gemeinsam mit dem Vogelfänger Papageno auf die Suche nach Pamina begibt. Was zunächst wie eine märchenhafte Rettungsgeschichte erscheint, entwickelt sich zu einem Drama über Erkenntnis, Prüfung und persönliche Reife. Die Königin der Nacht schickt Tamino aus, ihre Tochter zu befreien. Doch mit jeder Begegnung verändert sich das Bild von Gut und Böse. Sarastro, zunächst als Gegenspieler eingeführt, erweist sich als Vertreter einer Ordnung, deren Werte Tamino und Pamina durch Prüfungen erfahren müssen.
Die Besetzung verbindet erfahrene Sänger mit jüngeren Stimmen. René Pape übernimmt Sarastro, Siyabonga Maqungo singt Tamino und Evelin Novak die Pamina. Als Papageno ist Jaka Mihelač angekündigt, Maria Kokareva verkörpert die Königin der Nacht. Besonders reizvoll ist der vokale Gegensatz zwischen Sarastros ruhiger Bassautorität und den virtuosen Koloraturen der Königin der Nacht – zwei musikalische Welten, die Mozarts Partitur entscheidend prägen.
Tim Fluch dirigiert die Staatskapelle Berlin und den Staatsopernchor. Katharina Lang betreut die Inszenierung, Fred Berndt verantwortet die Bühne nach Karl Friedrich Schinkel, die Kostüme stammen von Dorothée Uhrmacher.
Die Wiederaufnahme beginnt am 29. November um 18 Uhr. Weitere Vorstellungen sind für den 3., 5. und 15. Dezember sowie den zweiten Weihnachtsfeiertag angekündigt. Mit ihrer Verbindung aus Märchenhandlung, komischen Figuren, freimaurerisch geprägter Symbolik und anspruchsvoller Vokalmusik spricht Die Zauberflöte ein Publikum unterschiedlicher Generationen an.
Wenn René Pape Sarastros Arie „In diesen heil’gen Hallen“ singt, rückt eine zentrale Frage der Oper in den Mittelpunkt: Was bedeuten Menschlichkeit, Maß und Verantwortung? Mit seiner Rückkehr in die Partie erhält die Berliner Wiederaufnahme einen besonderen vokalen Akzent.




