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20. September 2026

Tarmo Peltokoski dirigiert Mozarts „Zauberflöte“ in Zürich

Am Opernhaus Zürich steht Mozarts „Zauberflöte“ in einer neuen Inszenierung von Daniele Finzi Pasca auf dem Spielplan. Zur Premiere am 20. September dirigiert Tarmo Peltokoski das Orchester der Oper Zürich. Regula Mühlemann singt Pamina, Magnus Dietrich den Tamino und Alina Wunderlin die Königin der Nacht.

Von der Redaktion Opernreiseführer

Die Zürcher "Zauberflöte"
Die Zürcher "Zauberflöte" | © Herwig Prammer

Mainz/Zürich - Tarmo Peltokoski dirigiert am 20. September am Opernhaus Zürich Mozarts Die Zauberflöte und eröffnet damit die Opernsaison 2026/27. Die Premiere verbindet eines der bekanntesten Werke des deutschsprachigen Opernrepertoires mit einer neuen Inszenierung des Tessiner Regisseurs Daniele Finzi Pasca. Für Peltokoski steht damit eine Partitur auf dem Programm, die zwischen volkstümlicher Komödie, Märchenspiel und ernstem Initiationsdrama wechselt.

Mozarts letzte Oper führt Prinz Tamino gemeinsam mit Papageno auf die Suche nach Pamina, der Tochter der Königin der Nacht. Aus der zunächst als Rettungsgeschichte angelegten Handlung wird ein Weg durch Prüfungen, in dem Tamino und Pamina ihre Entschlossenheit und ihre Beziehung beweisen müssen. Emanuel Schikaneders Libretto verbindet dabei volkstümliches Theater mit Vorstellungen von Prüfung, Vernunft und Gemeinschaft.

Peltokoski dirigiert das Orchester der Oper Zürich durch eine Musik, die extreme Gegensätze unmittelbar nebeneinanderstellt: Papagenos eingängige Arien und komödiantische Szenen stehen neben den feierlichen Auftritten Sarastros, während die Koloraturen der Königin der Nacht zu den anspruchsvollsten Partien des Opernrepertoires gehören. Gesprochene Dialoge, Liedhaftigkeit, Ensembles und große orchestrale Tableaus verlangen dabei einen flexiblen Wechsel der musikalischen Ausdrucksebenen.

In Zürich singen Regula Mühlemann Pamina und Magnus Dietrich Tamino. Jasmin Delfs übernimmt bei der Premiere die Königin der Nacht, Tobias Kehrer singt Sarastro. Andrew Moore ist als Papageno zu erleben, Chiara Skerath als Papagena.

Daniele Finzi Pasca entwickelt die neue szenische Konzeption gemeinsam mit Bühnenbildner Hugo Gargiulo, Kostümbildnerin Giovanna Buzzi und Choreografin Maria Bonzanigo. Finzi Pasca ist für seine Verbindung von Theater, Bewegung und poetischen Bühnenelementen bekannt – eine Sprache, die auf die wechselnden Welten der Zauberflöte zwischen Märchen, Komik und Ritual trifft.

Für Peltokoski ist die Zürcher Zauberflöte Teil seiner internationalen Entwicklung. Der finnische Dirigent ist seit 2025 Chefdirigent des Orchestre National du Capitole de Toulouse und übernimmt ab der Saison 2026/27 zusätzlich die Position des Chefdirigenten des Hong Kong Philharmonic Orchestra.

Nach der Premiere am 20. September steht Die Zauberflöte zunächst bis Ende Oktober mehrfach auf dem Spielplan und kehrt im April 2027 für weitere Vorstellungen zurück. Gesungen wird auf Deutsch mit deutschen und englischen Übertiteln; die Aufführung dauert rund drei Stunden und zehn Minuten inklusive Pause.